Eingebunden in die Arbeit am Hof ist die Beobachtung vom Wirken
der Planeten und des Mondes im Tierkreis im Bezug auf Aussatz, Pflege und
Ernte der Pflanzen.
Häufig verwendet in vielen Mondkalendern, werden die "Tierkreiszeichen",
welche aus einer gleichmäßigen Aufteilung der Sonnenbahn in 30°
Abschnitte pro Zeichen (innerer Kreis im Bild) hervorgehen, beginnend bei
0°, im Widder, als Frühlingspunkt.
Wir verwenden die Aufteilung in "Tierkreisbilder", welcher den tatsächlich
den am Himmel zu sehenden Bildern in ihrer Unterschiedlichen Grösse entsprechen
(äußerer Kreis im Bild). So ist z.B.: Bild Jungfrau mit 46°
wesentlich grösser als Bild Waage mit 14°.
Ausgehend für unsere Betrachtung nehmen wir das Geozentrische
Weltbild, da wir das Himmelsgeschehen von der Erde aus betrachten. Wir verwenden
hierfür eine konzentrische Karte, mit der Erde als Mittelpunkt, um die
die Bahnen unserer nächsten Himmelskörper angeordnet sind, mit dem
Weg, den sie im Jahreslauf zurücklegen.
Von der Erde ausgehend gilt die Reihenfolge Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars,
Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto.
Bedingt durch die Geozentrische Anordnung laufen die Planeten keine elliptische
Bahnen, wie beim Heliozentrischen Weltbild, sondern sind als Schleifen sichtbar,
die auch tatsächlich am Himmel als vor- und rückläufigkeit
zu beobachten sind.

Geozentrisches Weltbild - Heliozentrisches Weltbild
Aussen herum ist der Tierkreis angeordnet, welchen in der vier
Farben für die Elemente, Feuer, Erde, Wasser, Luft, gekennzeichnet ist.
Man versteht die Elemente als Eigenschaften, die bei Eintritt von den Planeten
in diese unterschiedliche Wirkung auf Pflanzenwachstum haben können.
Grundsätzlich sind die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser, Luft den Pflanzengliedern
Frucht, Blatt, Blüte, Wurzel zugeordnet.
Widder, Löwe, Schütze = Wärme, Fruchtbildung (rot)
Jungfrau, Stier, Steinbock = Erde, Wurzelbildung (violett)
Waage, Zwilling, Wassermann = Licht, Luft, Blütenbildung (gelb)
Skorpion, Krebs, Fische = Wasser, Blattbildung (blau)
Der geläufigste Mondzyklus ist der synodische, welcher
den Rhythmus, Vollmond, Neumond bezeichnet.
Der siderische Zyklus hingegen beschreibt einen kompletten Umlauf im Tierkreis.
Der Mond durchwandert den Tierkreis in 27 Tagen, bis er wieder
am ausgehenden Sternbild angelangt ist z.B.: von Zwilling zu Zwilling.
Den Weg vom höchsten Punkt des Tierkreises Zwilling bis zum tiefsten
Punkt, Schütze, nennt man absteigenden Mond. Den weiteren Weg von Schütze
nach Zwilling, aufsteigenden Mond.
Betrachten wir den Weg des Mondes in Beziehung zur Sonne,
z.B.: Neumond im Zwilling, so steht der Mond in Konjunktion zur Sonne und
es dauert 29 ½ Tage bis erneut eine Konjunktion (Neumond) eintritt
und der Mond steht dann ein Sternbild weiter, im Krebs.
Zwischen diesen Ereignissen findet bei dem Ereignis Opposition, Vollmond,
statt. Folglich spielen sich jeden Monat Neumond und Vollmond in einem anderen
Sternbild ab.
Diese Zyklen sind ebenfalls für die anderen Planeten im Sonnensystem gültig.
Düngen mit Mist und Jauche bei absteigendem Mond erzielt
bessere Wirkung und weniger Ammoniakausstoss in die Luft (Geruchsentwicklung)
als bei aufsteigendem Mond.
Ebenfalls beim Brennholzschlag im absteigenden Mond, ist weniger Baumsaft
im Holz und es hat bessere Trocknungseigenschaften.
Getreidetrocknung an Frucht- und Blütentagen funktioniert schneller als
an Blatttagen.
Zuckermais, der bei aufsteigendem Mond gesät wurde, wurde verstärkt
von Vögeln gefressen.
Wir möchten gerne zu eigenen Beobachtungen ermutigen.